Wasserhärte

Härte des Wasser, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen (Calcium- und Magnesiumionen).

Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nichtkarbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Millimol je Liter (mmol/l) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem sogenannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann:

Härtebereich 1: Weich (< 7o dH, 0-1,3 mmol/l)
Härtebereich 2: Mittelhart (7-14o dH, 1,4-2,5 mmol/l
Härtebereich 3: Hart (14-21o dH, 2,6-3,8 mmol/l)
Härtebereich 4: Sehr hart (>21o dH, über 3,8 mmol/l

pH-Wert

Maßzahl für die in wässrigen Lösungen enthaltene Wasserstoffionenkonzentration und damit Maß für die saure, neutrale oder basische Reaktion einer Lösung.

Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14. Säuren haben einen pH-Wert kleiner 7 und Basen einen größer 7. Wasser in seiner ursprünglichen Form hat einen pH-Wert von 7 (neutral). Gemäß der Trinkwasserverordnung darf Trinkwasser einen pH-Wert nicht unter 6,5 und nicht über 9,5 aufweisen.

Sauerstoff

Ein farb-, geruch- und geschmackloses, für den Menschen lebensnotwendiges Gas, das mit ca. 20 Volumenprozent in der Luft enthalten ist.
Es wird bei der Trinkwasseraufbereitung zur Oxidation von Eisen, Mangan und Ammonium eingesetzt.

Calcium

Ist in reinem Zustand ein silberweißes zähes Metall, das zu den Erdalkali-Metallen gehört. Es ist das dritthäufigste chemische Element, das in der Erdkruste vorkommt. Calciumverbindungen finden sich im Kalk (Gebirge), aber auch in den Knochen und Zähnen von Mensch und Tier.

Magnesium

Ist ein silberweißes Element der Erdalkali - ein Leichtmetall, das für Menschen, Tiere und Pflanzen einen lebenswichtigen Mineralstoff darstellt.

 
Natrium

ist ein weiches, silberweißes, an feuchter Luft sofort oxidierendes Leichtmetall, aus dem bei Kontakt mit Wasser Wasserstoff und Natronlauge entsteht. Dieser für den Menschen lebenswichtige Mineralstoff ist als anorganische Verbindung im Kochsalz enthalten.

Kalium

Ist ein sehr reaktionsfähiges, silberweißes, weiches Alkalimetall, das in der Natur nur in Verbindungen auftritt (Kaliumoxid, Kaliumsalz). Es ist für alle Lebewesen ein wichtiger Mineralstoff und auch in Form von Kaliumchlorid und -sulfat als Düngemittel von Bedeutung.

Wasserwerte

Physikalisch-chemische Trinkwasseruntersuchung gem. Anlage 2 der Trinkwasser-VO (TrinkwV)

Parameter

EinheititMess-
wertewert
Grenzwerte
(gem. TrinkwV 2001)
   
Härtebereich
(gem. WRMG v. 05.07.87)
 2 
Härtebereich
(gem. WRMG v. 29.04.07)
 mittel 
Gesamthärte°dH12,7 
Gesamthärtemmol/l2,27 
ph-Wert 7,57≥ 6,5 u. ≤ 9,5
Sauerstoffmg O2/l9,7
 
Calciummg/l51,0 
Magnesiummg/l24,1 
Natriummg/l9,7200
Kaliummg/l0,77
 
Nitratmg/l0,550
Chloridmg/l2,8
250
Fluoridmg/l0,1531,5
Uranmg/l0,00270,010

>>> Download Umfassende Trinkwasseruntersuchung gem. Trinkwasser-Verordnung <<<

 

Arsen, Blei, Cadmium, Cyanid, Chrom, Nickel, Quecksilber sowie Stoffe zur Schädlingsbekämpfung sind nicht nachzuweisen bzw. liegen weit unter den Grenzwerten. Die in den Wasserproben ermittelten Analysedaten entsprechen den Anforderungen gem. Anlage 1 (zu § 5 Abs. 2 und 3) Teil 1, lfd. Nr. 2, gem. Anlage 2 (zu § 6 Abs. 2), Teil I, Lfd. Nr. 1 bis 9 und 12 bis 14, Teil II, Lfd. Nr. 1 bis 5 und 7 bis 11 sowie gem. Anlage 3 (zu § 7), lfd. Nr. 1, 3, 5, 12 bis 16 der Trinkwasserverordnung vom 06.12.2011

Nitrat

Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Sie gehören zu den Hauptnährstoffen im Boden. Nitrate kommen u. a. in Grünpflanzen vor. Problematisch können hohe Nitratgehalte in pflanzlichen Nahrungsmitteln aus überdüngten Kulturen sein, da sich diese im Verdauungsbereich des menschlichen Körpers zu Nitriten umwandeln können und diese die krebsverdächtigen Nitrosamine bilden.

Nitrate finden sich auch in stickstoffhaltigen Düngemitteln und können so bei unsachgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft mit dem Niederschlagswasser ins Grundwasser bzw. in Oberflächengewässer gelangen und die Nitratbelastung erhöhen.
Zuviel Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen der teilweisen Umwandlung in Nitrit gefährlich werden. Nitrit kann zu einem bei Babies bis zu einem Alter von 3 Monaten Blausucht (mangelnder Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen. Seit den sechziger Jahren sind in Deutschland keine Fälle von Blausucht durch nitrathaltiges Trinkwasser bekannt geworden. In Deutschland darf nur solches Wasser als Trinkwasser abgegeben werden, das den strengen Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung genügt. Die als Trinkwasserverordnung in deutsches Recht umgesetzte europäische Trinkwasserrichtlinie aus dem Jahr 1980 ist der strengste Trinkwasserstandard der Welt.

Die Trinkwasserverordnung legt mit den Trinkwasser-Grenzwerten Konzentrationen für bestimmte Inhaltsstoffe fest. Dabei werden große Sicherheitsspannen berücksichtigt. Die Grenzwerte sind so niedrig bemessen, dass die menschliche Gesundheit bei lebenslangem Trinkwassergenuss nicht geschädigt werden kann. Der Grenzwert für Nitrat ist in der Trinkwasserverordnung auf 50 Milligramm pro Liter festgelegt.

Unser Staudenwasser ist praktisch nitratfrei und ist somit auch bestens für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet.

Chlorid

Salze der Salzsäure und zählen zu den Elektrolyten. Chloride können auch im Wasser vorkommen, was eine natürliche Ursache haben kann (Gesteinsauswaschungen, z. B. Sole), was aber auch durch Kontakt mit Fäkalien, Kunstdünger oder Abwasser möglich ist. Ein hoher Chloridgehalt wirkt unter anderem auf Beton und eisenhaltige Metalle zerstörend.

Fluorid

Salze des überall in der Natur vorkommenden Elementes Fluor (z. B. Ammoniumfluorid, Kaliumfluorid). Fluorid ist im menschlichen Organismus ein lebenswichtiges Spurenelement (Knochen, Zähne). In manchen Ländern (aus rechtlichen Gründen nicht in der Bundesrepublik Deutschland) werden zur Kariesvorbeugung Fluoride dem Trinkwasser zugesetzt.

Wassergewinnung - bis 220 Meter Tiefe